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Wenige gewinnen, viele verlieren
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Menschen. Doch eigentlich denken sie an die eigenen Profite. Die globale "freie Marktwirtschaft" beinhaltet diskriminierende Elemente, haben doch viele Menschen nicht einmal Zugang zu dieser heiligen Wirtschaft. Die Wirtschaftskapitäne wünschen sich eine Integration nicht erschlossener Länder in das westliche Wirtschaftssystem. Die Argumente für diese Integration beinhalten nur scheinbar einen sozialen Aspekt. Das Ziel der Wirtschaftsführer findet sich viel eher in der Vergrösserung der eigenen Märkte, was zu einer Absatzsteigerung und somit zu einer Gewinnsteigerung der Unternehmen führt. Die wahren Probleme, wie zum Beispiel Hungersnöte in vielen Ländern der Welt, werden mit einer Vergrösserung der Märkte nicht gelöst, denn auch in einem "Drittweltland" haben nur die Reichen die Möglichkeit diese Produkte zu erstehen.
Die BetrügerInnen und DiebInnen sitzen im Wirtschaftssystem!
Der Jahresumsatz einiger transnationalen Unternehmen ist beträchtlich höher als die Bruttosozial-produkte der ärmsten Länder. Der Jahresumsatz zum Beispiel von Daimler-Chrysler ist gleich gross wie das Bruttosozialprodukt (BSP) der Schweiz. Nicht selten beschäftigen eben diese Unternehmen LohnarbeiterInnen in den ärmsten Ländern. In einem solchen Falle von sozialer Gerechtigkeit zu sprechen, überführt die BefürworterInnen eines solchen Wirtschaftssystems als BetrügerInnen und DiebInnen. Die grossen Unternehmen bedienen sich der "Gegebenheit" der ungleichen Kapital- und Ressourcenverteilung auf dieser Welt. Diese ungleiche Verteilung ist jedoch alles andere als natürlicher Herkunft, sie geht in das dunkle Zeitalter der Kolonialisierung und der industriellen Revolution zurück. Das Ausnutzen dieser Fehlverteilung führt aber dazu, dass sich diese Situation weiter verschärft, wovon die transnationalen Unternehmen noch mehr profitieren. Wer nun denkt, dass solche Mechanismen nur auf dem globalen Markt spielen, der liegt völlig falsch. Auch in der Schweiz werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer. 1958 waren die reichsten 10% um den Faktor 22 vermögender als die ärmsten 10% der Schweizer Bevölkerung. Im Jahr 1991 stieg dieser Faktor auf 274!! Ausserdem nimmt das Vermögen aus Arbeit ständig ab während das aus Aktien stetig zunimmt. Der/die einfache LohnarbeiterIn kann sich kaum Aktien leisten, dieses Recht ist den finanziell besser gestellten vorbehalten. Der/die LohnarbeiterIn bleibt nach Abzug von Versicherungen, Steuern und Miete wenig bis gar nichts mehr übrig. Vom Kapitalismus können nur diejenigen profitieren, die bereits viel haben.
Leben auf Kredit - die Ausbeutungsspirale dreht sich
Banken und Finanzinstitute versuchen mittels verlockender Kredite die Konsumfreudigkeit der ArbeitnehmerInnen aufrecht zu erhalten. Das Kreditgeschäft zahlt sich für die Banken aus. Die allgemeine Privatverschuldung der in der Schweiz lebenden Menschen nimmt stetig zu. Davon profitieren nicht nur die Banken, sondern auch viele Geschäfte, werden doch mit Krediten oft unnötige Luxus- und Konsumgüter erstanden. Die Banken profitieren sogar doppelt, denn zur Tilgung der Schulden wird nicht selten ein weiterer Kredit benötigt. Das Leid des Individuums rückt in einem solchen Fall gänzlich in den Schatten des Profites der Banken.
In wirtschaftlich schlechten Situationen können Unternehmen Konkurs anmelden, verschuldete Staaten können dies noch nicht. Diese werden zur Umschuldung gezwungen. Verliert ein Staat die "Kreditwürdigkeit", so muss er beim Internationalen Währungsfond (IWF) vorsprechen. Der IWF kann nun die Zahlungsfristen der Schulden verlängern oder er kann als letzte Instanz einen weiteren Kredit sprechen. Dies aber nur unter der Bedingung einer gnadenlosen Strukturanpassung - diktiert von IWF und Weltbank.
Der übliche Vorgang einer solchen Strukturanpassung ist die Vorgabe, dass die Exporte des betreffenden Landes massiv steigen müssen. Da die hoch verschuldeten Länder meist hauptsächlich Agrarprodukte herstellen, ist dieser Vorgang besonders schwierig. Agrarprodukte unterliegen einem gewaltigen Preisdruck. Die Preise sind enorm tief und instabil. Der Grund dieser tiefen Preise ist in der "ersten Welt" zu suchen, sind diese doch Hauptabnehmer für "Drittweltprodukte". Mit immer neueren Handelsabkommen wird versucht diese Preise zu drücken, dies liegt klar im Interesse der "ersten Welt".
Diese Strukturanpassung dient also in erster Linie der nördlichen Hemisphäre, dank diesen sogenannten "Hilfsprogrammen" werden noch mehr (Agrar-) Produkte exportiert, was sich wiederum negativ auf die Löhne der ArbeiterInnen und positiv auf die Gewinne der KapitalistInnen im Norden auswirkt. Ein weiteres Problem der Exportsteigerung ist, dass das zu exportierende Gut im Heimatland zur Mangelware wird. Die Folgen von diesem Mechanismus sind offensichtlich. Die Menschen in den betroffenen Ländern müssen hungern und zu hohen Konditionen Lebensmittel importieren, was in vielen Fällen mangels Liquidität kaum mehr möglich ist. Und schon wieder muss das betroffene Land beim IWF vorsprechen - und die Spirale beginnt von neuem zu drehen. Nur schneller…
Der Kapitalismus ist kein soziales oder gerechtes System. Der Kapitalismus basiert auf Ausbeutung, Betrug und Diebstahl. Die Folgen des Kapitalismus sind offensichtlich: Krieg, Hunger, soziales Elend…
Kampf dem Kapital!
Es gibt keinen Antifaschismus ohne Antikapitalismus!
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