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Brasilien: blutige Räumung von tausenden Familien(2005)
2 Wochen nach dem WSF begann am Montag, dem 14.2. Polizei und Militär mit rund 2.500 Einsatzkräften die "Operation Triumph". Der seit Mai 2004 von 3000 Familien besetzte Landstrich Sonho Real (Wahrer Traum) in der Stadt Goiania, Brasilien wurde mit großer Brutalität geräumt. Dabei wurden mehrere Menschen ermordet, bislang noch unbestätigte Berichte erwähnen bis zu 20 Tote und zahllose zum Teil schwer Verletzte. Über 800 Menschen wurden festgenommen - darunter auch Indymedia-Freiwillige aus Brasilien und New York, die das Massaker dokumentierten. Tausende Menschen sind nun obdachlos.
Nachfolgende Proteste in Goiania und anderen Landesteilen werden von der Polizei angegriffen.
Noch vor zwei Jahren galt der neugewählte Präsident Lula in einigen Teilen der sozialen Bewegungen des Landes als große Hoffnung. Kurz nach der Regierungsübernahme wurden jedoch teilweise die neoliberalen Projekte des Vorgängers fortgeführt. Die Repression gegen soziale Bewegungen wird verstärkt - wenn auch hierfür meist die lokalen Politiker und Großgrundbesitzer verantwortlich sind..

Augenzeugenbericht (teil1) der Räumung
Augenzeugenbericht (teil2) der Räumung
Augenzeugenbericht (teil3) der Räumung
Demo / Beerdigung
video (17.8MB / 2.3 min)
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