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Ukraine und Anarchismus
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Vater der Kommunistischen Anarchismus-Bewegung in der Ukraine war Nestor Iwanowitsch Machno (1889-1935). Er wurde 1908 zum Tode verurteilt und 1917 befreit.
In der Ukraine, einem Land mit damals 450 000 qkm und 30 Mio. Einwohnern, hatte Machno in einem Gebiet von ca. 70 000 qkm und ca. 7 Mio. Einwohnern (ein traditioneller Zufluchtsort entflohener Leibeigener und Gefangener) eine autonome anarchistische Provinz ausgerufen. 1917 wurden dort bereits Sowjets gebildet, in den Jahren 1917/1918 bildete Machno dort eine Befreiungsarmee, in der er mittels Einführung des Räte-Systems in der Armee auch den Sieg davontrug.
Durch die Trennung von Schule und Staat begründete sich ein neues Erziehungssystem, Kommunen bildeten sich in dezentraler Selbstverwaltung, ebenso Kulturprojekte und Zeitungen. Ab 1919 jedoch hatte Machno einen 2-Fronten-Krieg gegen die bourgeoise Denikin-Armee einerseits und die Bolschewiki andererseits zu bestehen. Am 10./15.10.1920 schlossen Bolschewiki und die Machno-Armee ein Waffenstillstandsabkommen zur Vertreibung der bourgeoisen Armee. Im November bereits brachen die Bolschewiki das Abkommen nach dem zerschlagenen Kronstadt-Aufstand und griffen die Ukraine an.
Der Angriff auf die Ukraine führte zu einer Zerschlagung der anarchistischen Strukturen und Errichtung der kommunistischen Herrschaft, was 1922 vollendet war.
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